WACHSTUMSHORMONSTÖRUNG IHRES KINDES: UNTERSTÜTZUNG UND HILFESTELLUNGEN

Je eher desto besser: Warum ist eine frühzeitige Behandlung wichtig?

Spätestens mit Ende der Pubertät nimmt die Ausschüttung von Wachstumshormon stark ab. Sobald die Epiphysen an den Knochen geschlossen sind, ist das Wachstum vollständig beendet. Daher ist die frühzeitige Erkennung einer Wachstumsstörung ausschlaggebend für eine erfolgreiche Behandlung. Mehr

Ja zur Größe: Wie motiviere ich mein Kind für die Behandlung mit Wachstumshormon?

Da die tägliche Behandlung, also die Injektion des Hormons, einfach erlernt wird, kann der Vorgang sogar von Ihrem Kind – je nach Alter – selbst vorgenommen werden. Dank einer sehr dünnen Nadel nimmt ihr Kind die Injektion kaum wahr. Motivieren Sie Ihr Kind für die tägliche Therapie, zum Beispiel mit Tapferkeitspunkten. Ein noch viel wichtigerer Motivationspunkt wäre: groß sein! Mit jeder Behandlung der voraussichtlichen Größe ein Stück näher.

Wachstumshormonmangel meines Kindes: Was bedeutet das für uns als Familie?

Die Diagnose Wachstumshormonmangel bedeutet für Sie als Familie keine große Umstellung. Einzig die tägliche Injektion verändert den Alltag. Integrieren Sie das Vorgehen als Ritual z. B. vor dem Zubettgehen. So gewöhnen sowohl Sie sich als auch Ihr Kind besser daran.

Personen aus dem Umfeld: Wen muss ich über den Wachstumshormonmangel meines Kindes informieren?

Sie allein entscheiden, wem Sie von der Wachstumsstörung Ihres Kindes erzählen wollen. Bedenken Sie jedoch, dass Ihr Kind sicher einmal auf Klassenfahrt gehen, bei Freunden übernachten oder anderweitig vielleicht nicht in der gewohnten Umgebung sein wird. Somit müsste Ihr Kind – je nach Alter – seine Injektion selbst durchführen oder Sie müssten die entsprechende Aufsichtsperson bitten, dies für Sie zu übernehmen. In Fällen wie diesen ist es sowohl für Sie als Eltern, als auch für andere Beteiligte einfacher, über die Gesundheitssituation Ihres Kindes zu sprechen. So können Sie sicher gehen, dass Ihr Kind auch außerhalb seiner gewohnten Umgebung seine Therapie fortsetzen kann.

Mein Kind ist kleiner als seine Altersgenossen – Wie kann ich damit umgehen?

Ihr Kind mag zwar eine Wachstumsstörung haben, diese kann aber erfolgreich behandelt werden. Lassen Sie sich also nicht von anderen verunsichern – schöpfen Sie lieber Energie daraus, dass Ihr Kind dank der Behandlung seine eigentliche, genetische Zielgröße erreichen und groß werden kann. Auch Ihr Kind wird sich dementsprechend anderen gegenüber äußern und erklären, dass es zwar jetzt noch klein ist, dass es aber noch wachsen wird. Seien Sie stolz auf Ihren kleinen Helden.

Informationen und Hilfe von anderen Betroffen: An wen kann ich mich wenden?

Mit dem Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e.V. (BKMF) finden Sie eine unabhängige Anlaufstelle für Beratung und Aufklärung sowie Unterstützung beim Kontakt mit Ärzten, Behörden und Institutionen. Der Verband besteht ebenfalls aus Eltern von Kindern mit Wachstumshormonmangel oder kleinwüchsigen Menschen, die sich zusammengeschlossen haben, um die Interessen von Menschen mit Wachstumsstörungen zu vertreten.

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Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e.V.

Beratungs- und Geschäftsstelle
Leinestraße 2
28199 Bremen

Internet: www.bkmf.de

Hier finden Sie Tipps und Informationen, wie Sie als Eltern gut mitverfolgen können, wie Ihr Kind wächst und gemeinsam mit dem Kinderarzt auch herausfinden können, ob Ihr Kind richtig wächst.
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