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Die ersten Untersuchungen – familiäre Körpergröße als wichtiger Indikator

Bei der Untersuchung auf Wachstumsstörungen fragt der Kinderendokrinologe zunächst die Körpergröße der Eltern ab. Anhand dieser Werte berechnet er die familiäre Zielgröße, sprich die für Ihr Kind zu erwartende Körpergröße. Kleine Eltern werden seltener ein sehr großes Kind bekommen, genauso wie große Eltern mit geringer Wahrscheinlichkeit kleine Kinder zur Welt bringen.

Anhand von Wachstumskurven (Perzentilkurven) wird zunächst der bisherige Wachstumsverlauf Ihres Kindes analysiert und zudem seine bisherige Krankheitsgeschichte erfasst. Dadurch sollen mögliche andere Ursachen für die Wachstumsstörung ausgeschlossen werden. Weicht das erwartete Wachstum stark vom momentanen Wert ab, untersucht der Arzt die pubertäre Entwicklung Ihres Kindes und fragt Sie nach einer möglicherweise verspäteten Pubertät bei Ihnen selbst und älteren Geschwisterkindern.

Die radiologische Untersuchung – das Knochenalter

Das Knochenalter ihres Kindes kann durch eine Röntgenuntersuchung der linken Hand bestimmt werden und gibt Hinweise auf den Entwicklungsstand der Knochen und welches Maß an Wachstum noch zu erwarten ist. Wenn Wachstumshormon nicht oder nur unzureichend produziert wird, entwickeln sich die Knochen langsamer als die der Gleichaltrigen ohne Wachstumshormonmangel.

In Einzelfällen kann es vorkommen, dass der Arzt eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Hypothalamus-Hypophysen-Region anfertigen lässt. Anhand der MRT-Aufnahmen kann der Kinderendokrinologe erkennen, ob eventuell eine Unterentwicklung der Hypophyse oder in sehr seltenen Fällen Gehirntumore vorliegen.

Wenn sich der Verdacht auf eine Wachstumsstörung verstärkt

Wenn die ersten Untersuchungen den Verdacht auf einen Wachstumshormonmangel ergeben, können Blutuntersuchungen zur Bestimmung von Wachstumsfaktoren und von Wachstumshormon durchgeführt werden. Hierbei untersucht der Spezialist die Konzentration von bestimmten Eiweißen im Blut, unter anderem die insulinähnlichen Wachstumsfaktoren (IGF): IGF-1 und das IGF-Bindungsprotein-3. Die Konzentration dieser Eiweiße im Blut können Rückschlüsse darauf geben, ob der Körper Ihres Kindes regelmäßig Wachstumshormon ausschüttet.

Zur Seite: Groß im Leben
Hier finden Sie einen Ratgeber, der Ihnen mit nützlichen Tipps zur Seite steht, zum Beispiel wie Sie Ihr Kind während der Wachstumshormon-Therapie motivieren können.
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